![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
2006/2007 TOCHTERHAUT - theater compagnie schattenvögel - darmstadt Regie: Peter H. Jährling Aus dem Spiel des Mädchens mit einem Mann (Peter Jährling), der Vater oder Onkel sein könnte, zum Text von Goethes "Sah ein Knab ein Röslein stehn" wird brutaler Ernst. Beeindruckend ist Peter Jährlings Bühnenpräsenz, der auch Regie führte, etwa bei seinem irischen Tanz oder wenn er allein in der Mitte des Raumes stehend eine riesige schwarze Fahne schwenkt. Darmstädter Echo | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Als "poetisches Tanztheater" war die Uraufführung von TOCHTERHAUT angekündigt, einer Produktion der neuen Darmstädter compagnie schattenvögel. Zum Glück jedoch erfüllte sich nicht die an diese Charakterisierung und den Titel geknüpfte Erwartung, es würde ein besinnliches Stück mit womöglich zirzensischem, gar esoterischem Einschlag gezeigt. Statt dessen zog Avantgardismus auf die Bühne des Theater Mollerhaus. Frankfurter Rundschau TOCHTERHAUT, ein Stück, das, wenn der Zuschauer es zulässt, im wahrsten Sinne des Wortes "unter die Haut geht". Ein dynamisches Gemisch aus Musik, Lyrik und Videoperformance. Was für eine Anfangssequenz: Die Idylle des Heiderösleins, der unbeschwerten Kindheit, schlägt unvermittelt in brutalen Missbrauch um. Ein Kind, das zur jungen Frau heranwächst, versucht mit diesen traumatischen physischen und psychischen Schlägen als Hypothek ihr Leben zu meistern. Verschiedenste Lebensstationen werden von den beiden Akteuren (Marijke Jährling und Peter H. Jährling) emotional mitreissend dargestellt. Auch die Musik, von der die Szenen begleitet, teilweise sogar verstärkt werden,ist zielsicher abgestimmt. Modernes wechselt sich je nach Stimmumg mit eher Klassischem ab. Die beiden Darsteller gingen ganz in den jeweiligen Figuren auf. Vom kleinen unschuldigen Mädchen zum Vamp und vom billigen Spieler zum Torero. Bewundernswerte Fähigkeiten, die aus zwei unzählige Akteure werden lassen und die Szenen so beleben. Ein minimalistisches Bühnenbild, das nicht von den Hauptakteuren ablenkt, ist ideal für dieses poetische Werk, es bleibt viel Raum für die eigene Fantasie des Zuschauers. Radio Radar Darmstadt |
![]() | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Peter H. Jährling als "Mann" in TOCHTERHAUT mit Marijke Jährling | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||